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HOHE TIED e.V. Kiel – Umweltgruppe für Nord- und Ostsee


Taucher mit Video

Abgetaucht – Eine Fototour durch die Unterwasserwelt der Kieler Bucht

Lebensräume

Im Flachwasser bilden Wiesen von Braunalgen, dem Blasentang (Fucus vesiculosus) und dem Gabeltang (Furcellaria fastigiata), wichtiges Habitat und Lebensgrundlage für viele Unterwasserlebewesen. Im Hintergrung das Große Seegras (Zostera marina), eine echte Blütenpflanze, die im Sand- oder Schlickboden wurzeln kann. Algen dagegen brauchen immer ein Hartsubstrat, auf dem sie mit ihrer Haftscheibe festgewachsen sind.

Meerassel und Schwebgarnelen

Seegraswiesen wimmeln vor Leben. Nachts kommen tausende von kleinen Krebsen wie Schwebgarnelen (Mysis spec.) und Meeresasseln (Idothea balthica) im Schein des Lichtes zusammen. Diese Wirbellosen sind wichtige Nahrungsgrundlage für Fische. Außerdem halten die Meerasseln die Blätter des Seegrases vom Aufwuchs frei.

Filtirierende Miesmuschel

Miesmuscheln bilden in der Kieler Bucht dichte Bänke. Sie filtern aktiv pflanzliches Plankton aus dem Wasser. Miesmuscheln haben kleine Larven, die freischwimmend für 2-3 Wochen im Plankton leben. Dann erst setzen sie sich am Boden fest. Wenn es ausreichend Nahrung gibt, wachsen sie im ersten Jahr bis zu 3 cm.

Seestern frisst

Seesterne ernähren sich unter anderem von Miesmuscheln. Um an das nahrhafte Innere zu kommen, umschließen sie die Muschel mit ihren 5 Armen und warten, bis diese sich nur Millimeter öffnet. Dann stülpen sie ihren Magen in die Muschel und verdauen diese zunächste außerhalb ihres Körpers. Den Nahrungsbrei saugen sie dann ein.

Seestern auf Seegras

Ein Seestern einen Seegrashalm erklommen, vielleicht auf der Suche nach kleinen Muscheln, die manchmal an den Halmen haften, vielleicht aber auch, um einer Sauerstoffnot am Grunde der Kieler Bucht zu entkommen.

Eine Scholle von vorn

Eine Scholle hat sich im Sand eingegraben und guckt nur noch mit den Augen aus dem Sand. Auf Wiedersehen ...