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HOHE TIED e.V. Kiel – Umweltgruppe für Nord- und Ostsee


„Kinder erforschen die Ostsee“

Das war das Feriencamp 2005 „Kinder erforschen die Ostsee“:

Am Montag den 11.07.2005 startete der erste Tag unseres Projektes „Ostseecamp, Kinder erforschen die Ostsee“. Gegen 16 Uhr planten wir die Anreise der Kinder, doch nicht wie erwartet kamen diese zu spät, sondern viel zu früh, was das Engagement und Interesse aber auch die Vorfreude der Kinder und Eltern unter Beweis stellte. Den ersten Abend verbrachten wir mit dem Beziehen der Zimmer und einem ersten gemeinsamen Abendessen, bei dem sich Betreuer und Kinder noch recht fremd zu seien schienen.

Nach dem Essen gingen wir dazu über, uns ein wenig besser kennen zu lernen und mit einigen Spielen das Eis zu brechen. Schnell war festzustellen, wie aufgeschlossen die Kinder waren, und dass man auf eine lustige Woche mit viel Spaß und Aktivitäten hoffen durfte. Nachdem wir den Abend, auf Grund des schönen Wetters, am Strand mit Baseballspielen verbracht hatten, begaben wir uns zurück zu unserem Haus und erwarteten den nächsten Tag.

Den zweiten Tag begannen wir, sowohl Kinder als auch Betreuer, etwas verschlafen, da die ersehnte Nachtruhe etwas später einsetzte als erhofft.

Nach dem Frühstück machten wir uns erneut auf den Weg zum Strand, denn deshalb waren die Kinder ja gekommen, um den Strand einmal etwas anders zu erleben. Doch zuerst durften die Kinder sich noch einmal bei einem Spiel am Strand aneinander gewöhnen. Da das Wetter es zuließ, ging es nach dem Spiel gemeinsam in die Ostsee. Nicht nur um zu schwimmen, sondern auch um Tiere und Pflanzen aufzuspüren und zu betrachten. Die Kinder fanden Quallen, kleine Krebse, Muscheln und Schnecken und betrachteten die unterschiedlichen Algen, welche in der Ostsee zu finden sind. Mit unseren Berichten über die Miesmuscheln und Krebse stießen wir bei ihnen auf reges Interesse. Nach unserem ersten kleinen Einblick in die Unterwasserwelt, mussten wir vorerst den Strand verlassen um uns zum Mittagessen zu begeben. Nach dem Essen beschlossen wir eine kleine Mittagspause einzulegen, um die bis jetzt erlebten Ereignisse ein wenig sinken zu lassen. Als alle ausgeruht und erholt waren machten wir uns daran einige kleine Bastelarbeiten anzufertigen, bei welchen die Kinder mit vollem Eifer bei der Sache waren. Zuerst entstanden T-Shirts, welche die Kinder frei gestalten konnten und danach, in Gemeinschaftsarbeit, kleine Piratenschiffe und bunte Bilder. Die Bastelaktivitäten erstrecken sich bis hin zum Abendessen, denn wir wollten die Kinder in ihrem kreativen Prozess nicht unterbrechen und freuten uns, dass sie so viel Spaß am Gestalten zeigten. Am Abend benötigten die Kinder ein wenig Freizeit, welche zu Fußball und Volleyballspielen genutzt wurde. Um dem Zweiten Abend seinen gebührenden Abschluss zu verleihen, machten wir uns gemeinsam daran, Teig für Stockbrot herzustellen, um danach gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen und den Abend ausklingen zu lassen.

Und schon folgte der dritte Tag, auf den sich die Kinder schon am vorherigen Tag gefreut hatten, denn am Mittwoch ging es nach dem Frühstück, mit der Fähre, auf nach Laboe, um in der Meeresbiologischenstation noch mehr über das Leben in der Ostsee, aber auch der Nordsee zu erfahren. In einer Zweistündigen Führung, lernten die Kinder, die unterschiede zwischen Nordsee und Ostsee kennen und konnten erfahren, welche unterschiedlichen Tiere in diesen Lebensräumen vorkommen, wie sie leben, wie sie sich ernähren, und warum dieselben Arten doch manchmal so unterschiedlich aussehen können. Mit einer Masse Informationen und neuen Eindrücken bepackt, verbrachten wir den restlichen Tag in Laboe, um dann rechtzeitig zum Abendessen wieder mit der Fähre am Falckensteiner Strand anzulegen. Am frühen Abend machten sich die Kinder selbstständig, mit Angelschnur und Wäscheklammern ausgerüstet, auf den Weg zum Strand, um Krebse zu angeln und sich die Krabbeltiere noch einmal aus der Nähe anzugucken. Nachdem die Tiere genausten inspiziert wurden, entließen die Kinder sie zurück in die Freiheit.

Der Tag neigte sich dem Ende und nach einem solch erlebnisreichen Tag, viel es uns allen leicht früh in die Betten zu gehen und nach einen Hörspiel sehr schnell einzuschlafen. 

Auch der vierte Tag hatte noch einiges zu bieten, obwohl wir für diesen Tag etwas mehr Freizeit eingeplant hatten, als an den vorhergegangen Tagen. Begeistert begaben die Kinder sich an diesem Tag, an die Arbeit mit Ton und formten neben Fantasiegestalten wie Drachen, auch unsere altbekannten, aber auch neu kennen gelernten Meeresbewohner. So entstanden neben Fischen auch viele kleine Krabbeltiere. Den Rest des Tages verbrachten die Kinder mit spielen am Strand und im Gelände, wobei sie den letzen Stunden noch einmal richtig genießen konnten. Der letzte Abend sollte für die Kinder jedoch noch eine kleine Überraschung bereit halten, denn für diesen Abend war auf dem Gelände des Kinderjugenddorfs Falkenstein ein Feuerwerk von einer mit uns dort campierenden Gruppe geplant, zu welchem wir herzlich eingeladen wurden.

So schnell war die Woche vorbei und schon war es Freitag, der 15.07.05. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück, bei dem von der anfänglichen Fremde nichts mehr zu spüren war, packten wir unsere Sachen zusammen, räumten unsere Unterkunft auf und erwarteten, wenn auch etwas wehmütig, die Ankunft der Eltern, die ihre um einiges Wissen bereicherten Kinder, vom Ostseecamp abholten.